unBehindert

Der Podcast, der Barrieren bricht.

#017 244 km und 15.000 Euro - Wir sind wieder da

03.07.2024 38 min

Zusammenfassung & Show Notes

Nach unserer Fahrrad- / Handbike-Tour von Angermünde nach Usedom sind wir noch voller Adrenalin. Was für eine tolle persönliche Erfahrung an der wir euch gerne teilhaben lassen wollen. Am Ende waren es für uns 244 km und für krebskranke Kinder über 15.000 Euro Spenden. Absoluter Wahnsinn und ihr Alle habt mitgeholfen. Entweder durch Spenden oder durchs drüber reden. Daaaaanke

In der heutigen Folge des „unBehindert“-Podcasts geht es um Wege, Unterkünfte und Begegnungen auf unserem persönlichen Jakobsweg von Angermünde nach Usedom. Wir haben alle Hürde gemeistert, sind dem schlechten Wetter davon gefahren, und haben den Schlafmangel besiegt. Erfahrt wie es Vanessas Hintern ergangen ist und was Arne den Stöpsel gezogen hat. 

Vielen Dank, dass ihr dabei wart, und bis zur nächsten Podcast-Folge!

Links aus der Folge - 244 km und 15.000 Euro - Wir sind wieder da
🔗 Kolibri Hilfe für krebskranke Kinder Deutschland e.V.: https://www.wuenschewagen.de/
🔗 Hotel zur Post - Usedom Bansin: https://www.hzp-usedom.de/
🔗 Koserower Salzhütte: https://www.koserower-salzhuette.de/
🔗 #015 Mit dem Handbike 322 km zum BVB: https://unbehindert-podcast.de/episode/016-vor-dem-start-usedom-radweg-wir-kommen
🔗 #016 Vor dem Start - Usedom Radweg, wir kommen!: https://www.komoot.com/de-de/collection/2805509/-angermuende-usedom
🔗 Doritas Gartenbistro: https://www.tourismus-uckermark.de/pois/flieth-stegelitz-doritas-gartenbistro/
🔗 Hafen Rankwitz: https://www.hafen-rankwitz.de/unterkuenfte/
🔗 Anklam - Hotel Pommernland: https://www.hotel-pommernland.de/

Links zum Quick Tipp / Touristen Information
🔗 Prenzlau Tourismus: https://www.prenzlau-tourismus.de/
🔗 Ueckermünde: https://www.ueckermuende.de/freizeit-kultur/urlaub-tourismus/
🔗 Kaiserbäder Usedom: https://www.kaiserbaeder-auf-usedom.de/
   
Viel Spaß beim Zuhören

Spendenaktion für krebskranke Kinder
Wir fahren mit Handbike und Fahrrad von Angermünde nach Usedom. Pro gefahrenen Kilometer wollen wir Spenden für den Verein Kolibri sammeln. Unterstütze uns, Spende oder teile bitte diesen Link: https://www.gofundme.com/f/angermunde-usedom-mit-dem-handbike
Danke

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📖 Buch “Menschen mit Querschnittlähmung” von Professorin Dr. Jessica Lilli Köpcke und Arne Schöning, Kohlhammer Verlag: https://shop.kohlhammer.de/menschen-mit-querschnittlahmung-33824.html

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Vielen Dank für eure Zeit und euer Interesse. Bleibt neugierig und teilt eure Leidenschaften mit der Welt, um Barrieren abzubauen. 

Bis zum nächsten Mal! 
Vanessa Köllner und Arne Schöning

Transkript

Unfassbar. Damit hätte ich nie gerechnet. Wir haben das Spendenziel um ein Achtfaches überschritten. Und ehrlich, ich habe das irgendwie, das war wie so ein Film. Und draußen war wirklich Weltuntergang. Großer Bahnhof. Also was soll man sagen, wenn Engel reisen. Ja, 244 Kilometer. Radfahrer bitte absteigen und schieben. Boah, da waren aber echt Leute da. Damit hatte ich schon wieder nicht gerechnet. Zum Glück waren wir schon verheiratet, ansonsten wäre das nicht jugendfrei gewesen. Willkommen bei Unbehindert. Dem Podcast, der Barrieren bricht. Hier sprechen wir über das Leben mit und ohne Behinderung, teilen inspirierende Geschichten und beleuchten Barrieren, ohne die unser aller Leben leichter wäre. Jetzt genießt die nächsten Minuten mit Vanessa und Arne. 15.000 Euro für krebskranke Kinder zu buntsten von Verein Kulibli. Juhu! Oh, glaub mich! Also mein Adrenalin ist echt noch ziemlich weit oben, obwohl wir ja nun schon ein paar Tage zurück sind und auch wieder im Berufsalltag sind. Aber das war wirklich mal eine ziemlich krasse Aktion. Vielen, vielen Dank! Wir haben das Spendenziel um ein achtfaches überschritten. Mega! Ja. Unfassbar. Damit hätte ich nie gerechnet. Und eigentlich wollten wir ja nur mal Urlaub machen. Ja. Dann kam wieder alles anders und unsere Erlebnisse, die erfahrt ihr jetzt. Willkommen in der heutigen Folge von Unbehindert. Ja, ihr habt unseren Emotionsausbruch gerade eben schon gehört. Es ist wirklich so ein bisschen verrückt. Ganz eigentlich war der Plan, wir beide machen ein Wochenende oder eine Woche Urlaub und fahren dabei meine Tante und meinen Onkel auf Usedom besuchen. Also erstmal relativ simpel von Angermünde in zweieinhalb Stunden mit dem Auto locker erreichbar. Das war so der Plan. Kam irgendwann die Idee, Mensch, gibt doch den Berlin-Usedom-Radweg und der führt durch Angermünde. Wir könnten das Ganze doch mit dem Fahrrad und mit dem Handbike machen. Und dann kam aber die Folge 15 von unserem Podcast mit Andreas. Wer es gehört hat, weiß, wovon wir reden. Wer nicht, sollte unbedingt nochmal reinhören. Und wir beiden Trottel sind auf die Idee gekommen, das Ganze auch noch mit einer Spendenaktion zu verbinden. Andreas ist schuld, möchte ich nochmal sagen. Ja, hätten wir gewusst, was da auf uns zukommt, hätten wir uns das vielleicht noch anders das überlegt. Aber hey, das Ergebnis ist mega. In der letzten Folge 16 haben wir euch ja schon so ein bisschen was über die, Vorbereitungen erzählt. Das würden wir jetzt heute mal hinten weglassen. Heute soll es ein bisschen darum gehen, was ist wirklich in diesen vier bis sechs Tagen passiert? Was haben wir alles erlebt und wie ist es zu diesem Wahnsinns Ergebnis gekommen? Das Ganze ging ja los. Am 18.06. sind wir hier in Angermünde losgefahren. Großer Bahnhof, würde ich sagen. Am Mündesee. Das müssen wir ja wirklich erwähnen. Wir sind ja quasi gefahren von Seebrücke zu Seebrücke. Also gestartet hier an der Promenade in Angermünde am Wasser. Und da waren aber echt Leute da. Damit hatte ich schon wieder nicht gerechnet. Mein Vater zum Beispiel. Wir haben dem auch wirklich als allerletztes gerechnet gehabt. Genau, ja. Deine Assistenten fast vollzählig. Das hat mich auch wirklich sehr gerührt und sehr überrascht. Das war schön. Mal so eben der Bürgermeister von Angermünde. Mit Fahnen. Und er hat gleich noch eine Journalistin mitgebracht. Die nachfolgende Presseresonanz war ja auch gigantisch. Ja, damit haben wir auch nicht gerechnet. Das war wirklich der Hammer. Ja, und wie gesagt, eigentlich war der Plan ja nur, 217 Kilometer nach Usedom zu radeln. Mehr sollte es eigentlich gar nicht sein. Es wurde dann immer größer und größer und größer und größer. Und wenn du jetzt so zurückblickst, was war dein Plan? Resümee, wenn du das jetzt mal alles so zusammenfasst, nehmen wir das mal vorne weg. Das lief richtig, richtig gut. Ich meine jetzt auch rein von meiner Befindlichkeit. Ich hatte ja so die Angst mit meiner Kondition, weil ganz ehrlich, trainiert hatte ich nicht. Das hat aber mega funktioniert. Also ich hatte jetzt nicht irgendwie Beschwerden. Und nein, ich habe nicht diese Fahrradhosen gebraucht. Ich kann nur jedem den Tipp geben, investiert in eine gute Sattelstütze und einen guten Sattel. Ja, das scheint bei dir wirklich geholfen zu haben. Ja, das war richtig. Ich meine, es kann halt nicht jeder auf so einem Luxus-1.500-Euro-tollen Sitzkissen sitzen, wie ich in meinem Rollstuhl. Also ich meine, ich hatte keine Probleme mit dem Sitzen. Ich habe da aber auch ein bisschen Übung. Wohl eher, ne? Ja, ansonsten, ich glaube, ich würde fast alles nochmal so machen. Also wir haben so, oder ich habe so Kleinigkeiten, wo ich so denke, ach ja, das und das. Und ich finde das toll, sobald du auf dem Fahrrad sitzt, bist du ja auch geistig komplett raus. Also das ist dann für mich schon Urlaub. Da muss ich an nichts denken. Du konzentrierst dich auf diese Strecke und fährst. Fand ich super. Ja, das war wirklich toll. Was nachhaltig bei mir geblieben ist, ist diese gemeinsame Zeit. Also wir sind losgefahren, gut, da war Jubel, Trubel und dann waren wir aber erstmal 50 Kilometer unterwegs, viel durch Wälder, abgelegene Straßen, Fahrradwege und haben kaum einen anderen Menschen getroffen. Und das war entweder Zeit zum Reden, aber auch Zeit, einfach mal eine halbe Stunde nebeneinander herzufahren, sich die Landschaft anzugucken. Es ist ein gemeinsames Erlebnis und ja auch ein gemeinsamer Erfolg von uns war, A, die Spenden zu sammeln und B, was mir für mich persönlich wichtiger war, das Ankommen und das Ankommen ohne dabei komplett auf dem Rettungswagen angewiesen zu sein und einen Physiotherapeuten, der mich erstmal irgendwie wieder zusammenflicken muss. Das war ja wirklich erstaunlich gut. Wir waren positiv überrascht, wie gut es uns körperlich ging. Ja, das auf jeden Fall. Und du hattest ja eben schon mal angesprochen, ich war auch überrascht, dass gar nicht so viele Leute unterwegs waren auf dem offiziellen Radweg. Bis auf Vereinzelte, da kommen wir gleich noch so ein paar drauf, die wir öfter auch getroffen haben an Menschen, war es bis Usedom, bis wir über die Seebrücke gefahren sind, nicht über die Seebrücke, über diese Zugbrücke gefahren sind, erstaunlich wenig Fahrradfahrer unterwegs. Ja, das war schon teilweise sehr einsam, was ja gut ist. Mir hat das wirklich toll gefallen. Also wenn wir jetzt irgendwie alle fünf Minuten jemanden überholen hätten müssen oder derjenige uns überholt hätte, das wäre dann auch irgendwo, hätte man den Kopf glaube ich nicht so abschalten können, wäre das nicht so toll gewesen. Aber du hast gerade gesagt, bis auf ein paar Kleinigkeiten würdest du alles wieder so machen. Was würdest du denn anders machen? Ich würde gerne im Vorfeld besser planen, was das Gepäck angeht. Wir hatten ja unsere Begleitung dabei und an den meisten Tagen war das Nick. Mit Nick war ich dann auch super eingespielt, was so das Aus- und Einpacken vom Auto angeht. Könnte es noch besser durchdenken. Ja, aber merkt man erst mal, was es bedeutet, so Tracking-Urlaub oder so einen Turnurlaub zu machen oder ich habe auch so immer gedacht, das ist ja so ein bisschen wie ein Künstler, der irgendwie jeden Tag in einer anderen Stadt auftritt und immer alles wieder einpacken muss, wieder auspacken muss. Das ist, wenn man das vorher so eine Art von Urlaub, so Roadtrip-mäßig noch nicht gemacht hat, schon echt eine andere Nummer. So Leben aus dem Koffer. Weil auch gefühlt musst du halt das gesamte Auto auspacken. Ja, um an eine Sache aus dem Koffer ranzukommen, die man braucht. Genau, und das meine ich. Also ich glaube, da Da könnte ich noch optimieren. Ich habe aber auch relativ spontan gepackt, muss ich sagen. Stimmt. Bei mir ist es ein bisschen, wo ich so denke, Mensch, wir sind jetzt durch so tolle Landschaften und durch so tolle Gegenden gefahren und so viele Kilometer. Man hätte sich vorher vielleicht nochmal so ein bisschen schlau machen können, wo rechts und links neben der Strecke was ist. Das wären glaube ich so Sachen, wo ich mich besser vorbereiten wollen würde, um nicht so an Highlights vorbeizufahren. Ja, immerhin, es war eine Strecke geplant, waren es 217 Kilometer. Du hattest nachher auf dem Tacho stehen. 2,44 hatte ich. 2,44, also waren ja doch ein paar Kilometer. Und auf dem Stück wird ja auch das ein oder andere Highlight gewesen sein, das wir jetzt vielleicht verpasst haben. Mit Sicherheit. Also gut, ob es dann offen hat, ist immer noch die Frage. Stimmt, da hatten wir auch unsere Highlights mit. Also wir hatten immer das Gefühl, in dem Ort, wo wir gerade waren, hatte die Gastro gerade Ruhetag. Das war wirklich irgendwie verrückt. Aber ja, 244 Kilometer. Wie fandest du die Strecke an sich? Ich meine jetzt so von der Wegbeschaffenheit her. Besser als befürchtet. Also ich kann mich noch erinnern, bei dem Interview bei der Abfahrt haben wir noch gesagt, ja Mensch, hier die Radwege in der Uckermark und es könnte alles besser sein. Also dieser Radweg war zu 90 Prozent wirklich toll. Wir sind zwar auch Straße gefahren, die waren aber wenig befahren. Ja, wir hatten auch Hardcore Kopfsteinpflaster. Ja, wir hatten auch krasse Feldwege und Waldwege. Also wer uns da auf Instagram verfolgt hat, hat es mitbekommen. Wer es noch nicht getan hat, sollte es dringend mal tun. Es gibt so eine Highlight-Story, wo wir alle Videos reingepackt haben, die wir unterwegs produziert haben. Also schaut da gerne nochmal auf unserem Instagram-Kanal unbehindert vorbei. Aber unterm Strich waren es 90 Prozent Top-Wege, wo man sich jetzt wenig auf den Weg konzentrieren musste und sich viel auf das Schöne drumherum konzentrieren konnte. Es war auch gut ausgeschildert, fand ich. Und ja, am Anfang noch ein bisschen hügeliger. Das hatten wir auch schon mal erwähnt, dass die Uckermark dann doch mehr Hügel hat, als man erwartet im Vorfeld. Ja und dieser eine Anstieg auf Usedom kurz vor Arlbeck, der war auch nochmal knackig. Alter, also keine Ahnung, ich glaube das ist böse. Da hat bestimmt irgendjemand, irgendein Arlbecker mal vor vielen, vielen Jahren gesagt, boah wir haben keine Lust auf diese ganzen Touristen. Guck mal hier kurz vorm Strand, zwei Kilometer vom Strand, hier hauen wir nochmal einen richtigen Hügel hin mit 8% Steigung. Da kommen die früher mit ihren Kutschen und jetzt mit ihren Fahrrädern nicht rüber, dann haben wir uns in so Ruhe hier. Ich möchte wetten, dass das sowas ist. So krass, da fährt man und fährt man, flaches Land. Und dann kommt mittendrin auf einmal irgendwie dieser Anstieg. Ich habe ehrlich, ich habe bis zum Schluss noch gedacht, das ist bei dem Höhenprofil, bei der Routenführung, bei Komoot, habe ich gedacht, das ist bestimmt einfach ein Fehler. Wer weiß, oder vielleicht eine Brücke, dass jemand eine Brücke hochgefahren ist. Weil da auf einmal dieser hohe Anstieg kam und wir biegen ab und stehen quasi davor und denken, ah, okay, das war es also. 8% Steigung, ich weiß gar nicht auf welche Länge genau, aber es war heftig und die Bodenbeschaffenheit war da auch nicht die allerbeste auf dem Stück. Das stimmt, also bei der Abfahrt bin ich dann auch abgestiegen. Na da stand schilderrichtig, Radfahrer bitte absteigen, wir hätten mal ein Foto machen sollen, war echt skurril, also wir haben uns auf einem europäischen Radfahrweg befunden von Berlin nach Usedom und mitten auf der Strecke steht auf einmal ein Schild, Radfahrer bitte absteigen und schieben. War aber auch besser, muss ich sagen. Ich hatte wirklich Angst, dass ich mich so kurz vorm Ziel noch über den Lenker lege. Aber gut. Du hast immer gesagt, was macht dein Akku von deinem Handbike zu dumm? Da stehen doch 20 Kilometer drauf, sind nur noch fünf oder sechs, gar kein Thema. Selbst wenn jetzt nochmal ein Hügel kommt. Ja, Pustekuchen, nachdem wir da oben waren und du mich an zwei, drei Stellen sogar schieben musstest, war der Akku fast alle und wir sind so wirklich auf dem letzten Loch da irgendwie noch in Heringsdorf eingerollt. Also das war wirklich verrückt und hat mir auch nochmal so richtig den Stäbsel kurz vor Schluss gezogen. Aber abgesehen davon hatten wir toi toi toi keine Pannen. Also das finde ich immer noch irgendwie so das Größte. Stimmt. Also fünf Reifen, kein Platten, keine Kette, die runtergesprungen ist, nichts, gar nichts, kein Sturz. Das war schon echt der Hammer. Aber lag halt auch daran, dass die meisten Wege gut ausgebaut waren. Und wenn sie nicht gut ausgebaut waren, hatten wir im Regelfall dafür ziemlich tolle Landschaften. Und dieses Thema, was wir so ein bisschen als Befürchtung hatten, dass wir viel Landstraße fahren müssen, mit vielen Autos, die neben uns herfahren. Wir hatten uns ja extra noch so Warenwesten gekauft, die haben wir am Ende gar nicht rausgeholt. Die wir nicht benutzt haben. Ja. Du bist immerhin mit Helm gefahren. Du warst da ordentlicher als ich. Der zweite Tag war, glaube ich, so eine Herausforderung vom Wetter. Weißt du, wo wir in Prenzlau los sind? Naja, zumindest die Wetter-App hat uns das eine oder andere Herzrasen verursacht. Ich kann mich noch erinnern, wir sind aufgestanden und zum Frühstücksraum gegangen und draußen war wirklich Weltuntergang. Das war schon so scheiße. Das wird unsere längste Etappe mit 70 Kilometern. Und die jetzt mehr oder weniger im vollen Regen fahren, ist so vom Spaßfaktor jetzt nicht gerade das Highlight. Aber wir sind losgefahren. Es hörte auf. Wir hatten die gesamte Zeit in der Wetter-App eine Regenwolke vor uns. Aber wir sind immer vor ihr weggefahren. War der Hammer. Stimmt. Außer wir haben ja eine Pause gemacht und zwar in Pasewalk. Da hatten wir uns eigentlich auch ein bestimmtes Ziel gesetzt für die Pause, was dann nicht funktioniert hat. Wir wollten eigentlich in den Lok schuppen, wo man, ich dachte, auch essen kann. Kann man gar nicht. Ist nur zum Übernachten. Und hier sagst du schon, Museum. Also es war schon beeindruckendes Gelände, es war toll. War halt nur leider geschlossen, weil sie eine interne Veranstaltung hatten. Wir haben davon also nichts gesehen, aber wir durften immerhin auf Toilette gehen. Das stimmt. Müssen wir auch gleich nochmal drüber reden, so Sachen entlang der Route. Aber um kurz bei Pasewalk zu bleiben. Wir sind ja dann in ein anderes Restaurant gegangen, was zum Glück mittags nicht beschlossen ist. Und als wir dort saßen, da hat es dann das eine Mal geregnet. Aber wir saßen ja unter dem Schirm draußen und hatten kein Problem damit. Glück gehabt. Also was soll man sagen? Wenn Engel reisen, dann scheint die Sonne. Ja, aber ansonsten war Wetter super. Was hatten wir so? Immer so etwas über 20 Grad, teilweise viel Sonne, aber auch immer mal eine Wolke dazwischen, dass es dann dadurch zu durchgebrätselt war. Also da hatten wir wirklich richtig Glück. Wenn man dann vergleicht jetzt die darauffolgende Woche, wo wir jetzt wieder arbeiten waren, so gar gekocht wurden in den Büros. Also bei 30 Grad hätte ich die Strecke nicht fahren wollen. Hätte ich wahrscheinlich auch gar nicht geschafft. Also man muss dazu sagen, es gibt Menschen, die mit einer Querschnittlähmung leben, die schwitzen nicht. Ich gehöre dazu. Das heißt also bei 30 Grad, man hätte mich wahrscheinlich irgendwie nach 10, 20 Kilometern irgendwo als gebratenes Backhähnchen vom Rollstuhl heben können und erstmal irgendwie in den Wassertrog legen müssen, um wieder abzukühlen. Also das wäre gar nicht denkbar gewesen. Also von daher war es für uns das perfekte Wetter. Und wir konnten bei dem Wetter ja auch immer überall einkehren, wenn es denn offen hatte, wo wir hätten einkehren wollen. Anfang der Woche... Hat alles an Gastro irgendwo, wo wir vorbeigefahren haben, zugehabt. Dann haben wir doch die ein oder anderen Highlights gefunden. Und mein persönliches Highlight war unser allererster Stopp. Bei Dorita in Liedstiegelitz. Der hat da so ein Gartenbistro. Das war echt, das war toll. Hat er eigentlich geschlossen? Ja, wir wären echt, eigentlich stand dran geschlossen. Da stehen doch aber zwei, Biergläser und das Tor steht offen. Keine Menschen gesehen. Lass uns einfach mal reingehen. Und du hast dann geklingelt. Dann rief irgendjemand hinten vom Garten, wer ist denn da? Ja, hab ich gesagt, Vanessa und Arne aus Angermünde. Und da war sie eigentlich enttäuscht, weil sie hat jemand anders erwartet. Sie wollte eigentlich Freunde aus Berlin irgendwie begrüßen und hat gesagt, naja, wenn ich eh auf die warte, dann mache ich heute mal auf. Und dann hatte sie irgendwie, hat sie uns erzählt, mehr Gäste als an dem Sonntag davor. Wir waren dann da, vor uns war noch ein Pärchen da. Ja, das waren auch Bekannte von ihr, glaube ich. Und kurz nach uns kam aber noch jemand, der nicht ihr Bekannter war, sondern auch ein Radtourist aus Berlin. Wir haben dann später erfahren, Frank. Und witzigerweise haben wir Frank auf unserer Tour ganz oft wieder getroffen. Das war schön. Also so stelle ich mir ehrlich gesagt so Pilgern vor, wenn man immer mal wieder irgendwo jemanden trifft und wir haben an den verrücktesten Orten, unter anderem als es da geregnet hat in Prenzlau, saß er auf einmal wieder mit im Restaurant. In Pasewalk, stimmt. In Pasewalk, ja. Oder als wir in Prenzlau losgefahren sind, stand er am Rand und hat sich auch noch mit anderen unterhalten. Also immer wieder mal auf der Strecke haben wir uns getroffen, dann haben wir gesagt, eigentlich hätten wir mal ein Foto machen müssen. Und ab dem Moment, wo wir daran gedacht haben, haben wir uns nicht mehr getroffen. Ja, das stimmt. Also es gehen Grüße raus an Frank aus, ich glaube, Wittenau. Das war schön. Falls du uns hörst. Das war wirklich toll. Ja, und wir haben da auch noch beim Gehen ein Pärchen kennengelernt. Ja, diese Bekannten, die ja eigentlich erwartet wurden bei Dorita. Und die haben wir dann in Ueckermünde nochmal getroffen. Da waren wir abends essen in einer Strandhalle. Tolles Gebäude. Also hat mich echt beeindruckt. Draußen sitzen wäre wahrscheinlich noch schöner gewesen. Wir haben drin gesessen. Essen war solide. Gute deutsche Küche. War wirklich lecker. Aber die Location ist ja wirklich der Hammer. Ich war von Ueckermünde total überrascht. Hattest du das auf dem Schirm, dass die ihn richtig mit Sandstrand und Strandkörben und sowas alles haben? Gar nicht. Also wenn du mich vor drei Monaten oder sagen wir vor einem halben Jahr gefragt hättest, wo liegt Ueckermünde, hätte ich auch irgendwie gesagt, keine Ahnung. Also ich hätte es nicht gewusst. Ich glaube ja, Ueckermünde war der Grund, warum so viele Menschen gesagt haben oder gedacht haben, wir ziehen an die Ostsee, als wir nach Angermünde ziehen wollten. Weißt du, wegen Uckermark und Angermünde? Egal. Ja, die Verwechslungsgefahr ist auf jeden Fall groß. Das nur nebenbei, aber als wir eben in Ueckermünde dann aus dem Restaurant raus sind, da haben wir ja auch nochmal eben das Pärchen getroffen oder beziehungsweise die Frau von dem Pärchen. Also diese Begegnungen waren echt klasse. Ja, und sie hat uns dann auch noch verraten, dass sie ein bisschen bescheißen. Sie sind mit der Fähre rübergefahren und haben wir nur gesagt, ja nee, das ist für uns blöd, weil wir haben ja unsere Spendenkilometer, die wir fahren für krebskranke Kinder. Und dann sagt sie, wieso, ja wie, macht ihr was für Kolibri? Und wie kommt sie denn jetzt da drauf? Also es war auch total witzig, dass wir auf der Strecke jemanden treffen, deren Familienmitglied auch total engagiert ist für den Verein Kolibri. Wo wir unsere Spenden gesammelt haben. Und dann haben wir uns am nächsten Tag nochmal beim Frühstück getroffen. Und sie war dann auch so, ach ja, ich folge euch jetzt. Total spannend, toll, was ihr macht. Danach haben wir sie leider auch nicht mehr getroffen, die beiden. Aber von daher war für mich so dieses Doritas-Gartencafé irgendwie so unser erster Pausenort, so ein ganz besonderer, weil wir da halt auch einfach auf Menschen getroffen sind, die wir dann immer wieder getroffen haben. Und die anderen Gastro-Sachen, wir sind überraschend wenig eingekehrt, weil wir sehr, sehr überrascht waren, wie wenig es gab auf der Strecke. Ich war auch überrascht, dass es so wenig gibt, was eine Infrastruktur für Fahrradfahrer anbietet. Das kam ja dann eigentlich erst so Richtung Anklamm wieder. Ansonsten, weißt du, so Akkuladen zum Beispiel. Also wo lädst du den Akku? Toiletten. Oh, Toiletten, ja. Also es war wirklich überraschend. Also man kann wahrscheinlich, sollte die Strecke vielleicht nur am Wochenende fahren, Dann hat vielleicht mehr offen oder wir hätten uns noch mehr schlau machen müssen. Aber wir haben auch kaum Schilder gesehen. Gegipfelt hat das Ganze dann eigentlich in Pasewalk. Da wollten wir eigentlich zu dem Restaurant hingehen, wo diese ganze Idee entstanden ist. Wo die ganze Idee entstanden ist. Das war eigentlich der Plan. Wir wollten ins Seekapp gehen. Da ist letztes Jahr die Idee entstanden. Da waren wir dieses Jahr mit der Familie zu Weihnachten essen. Und wir kommen da an und stehen vor einem Zaun. Komplett geschlossen. Ich habe dann nachgelesen, da lag es glaube ich an familiären Gründen und Personalmangel. Haben ja viele im Moment. Aber es war so krass. Wir waren Weihnachten noch da und da war es noch so wunderschön da. Alles aufgeräumt und jetzt wirkte es so, als ob das schon total lange irgendwie durch diesen Zaun da drum. Ich fand, das hatte sowas düsteres. Vor sechs Monaten haben wir da noch gegessen und unsere Weihnachtsgans gegessen. Also super schade. Und dann wollten wir ja noch in Pase, in Prenzlau, das fange ich auch schon an. In Prenzlau hatten wir ja dann dieses italienische Restaurant rausgesucht, wo ich zum Glück vorher gefragt habe, weil die dann meinten, nee, wir sind komplett ausgebucht, wir können heute gar niemanden weiter annehmen. Also wir konnten dort nicht essen und dann sind wir am Ende... Naja, ausgebucht. Also erzähl mal, wie viele Tische besetzt waren. Naja, zwei. Also es war ein bisschen skurril. Vanessa ist aus, also ich bin im Auto geblieben, damit wir jetzt nicht noch hier mit Rampereien, Rampe raus und sowas alles machen müssen. Vanessa kommt wieder und sagt, also da sitzen zwei Leute, aber wir sollen gefälligst an einem anderen Tag wiederkommen, sie haben keinen Platz für uns frei. Hallo Gastfreundschaft. Naja, am Ende waren wir dann auf einem Campingplatz. Die hatten offen an einem Dienstagabend. Essen war lecker. Das war okay. Das war gut. Also jetzt kein Vergleich. Wir waren am Ende der Tour, können wir jetzt schon mal kurz erzählen, waren wir noch eingeladen in Kusoro. Die haben uns während der Tour kontaktiert, die haben davon mitbekommen und haben gesagt, hey, wenn ihr auf Usedom seid, macht doch nochmal den Schlenker zu uns. Wir sind die Salzhütten. Da wurde früher Fisch gesalzen, jetzt geräuchert und die haben dort einen Imbiss und die haben gesagt, wenn ihr bei uns in der Nähe seid, kommt vorbei, wir laden euch noch auf ein richtig lecker Fischbrötchen ein. Das war der Hammer. Das war so kulinarisch einer meiner Highlights auf der Reise. Oh ja, das war sehr lecker. Die machen auch so ein bisschen ausgefallenere Sachen, wenn man das möchte. Irgendwie mit Pflaumenmus hatte sie was im Angebot, die Jill. Jill hat uns ja da noch ein bisschen rumgeführt. Die Tochter von der Betreiberin, ihre Mutter macht das seit über 30 Jahren. Also absolute Empfehlung, wenn ihr auf Usedom seid und wenn ihr im nördlichen Bereich seid, Richtung Kosovo, definitiv mal vorbeigehen. Ist ein kleines bisschen versteckt, nicht direkt vorne, aber ist gut ausgeschildert. Salzhütten, da solltet ihr auf jeden Fall sein. Mal vorbeigehen. Unterkunftstechnisch hatten wir leider nicht so viele Highlights. Das stimmt, aber wir haben uns stetig gesteigert. Das ist wohl wahr. Von erste Nacht gar nicht geschlafen, weil Matratze in dem Moment, wo ich mich draufgelegt habe, mich quasi in sich verschlungen hat. Ich war quasi nicht mehr. Wenn du eine Decke oben drüber gelegt hättest, wäre sie wieder gerade glatt gewesen, weil ich so tief in dieser Matratze versunken bin. Und ich bin am nächsten Tag aufgewacht. Aufgewacht ja nicht. Wir sind am nächsten Tag aufgestanden. Ich hatte nicht geschlafen. Es war echt der absolute Horror. Das war eine echte Herausforderung, vor allem, weil das ja eben die Nacht war vor der langen Strecke. Ich konnte noch besser schlafen als du. Muskelkater hatte ich ja jetzt irgendwie auch selten oder ganz wenig. Aber ja, so die Ausarbeitung, da forderte dann ihren Tribut. Also ich habe schon ein bisschen geschlafen in der Nacht. Besser als du auf jeden Fall. Tag zwei, da hatten wir ja dann eine Ferienwohnung. Oh ja, stimmt. Die war recht klein, hatte deswegen auch nur ein kleines Bett von 1,40 Meter Breite. Also ich behaupte immer noch, dass der Topper, der oben drauf lag, also die eigentliche Liegefläche nur 1,20 Meter war. Ich habe nicht nachgemessen, aber mein elektronisches Augenmaß. Das war, zum Glück waren wir schon verheiratet, ansonsten wäre das nicht jugendfrei gewesen, so wie wir da geschlafen haben. Ja. Naja, also jetzt mal ehrlich, also als barrierefreie Wohnung, als Rollstuhlfahrer, ich brauche halt einfach ein bisschen mehr Platz im Bett, um mich vielleicht mal zu drehen oder so. Das war ja quasi nicht möglich. Aber sonst war das ja alles okay. Die Küche war noch ein bisschen skurril. Ja, die war so abgesenkt, unterfahrbar und sehr niedrig. Aber so niedrig, dass du als Rollstuhlfahrer auch nicht drunter gekommen bist und ich musste mich zum Abwaschen hinsetzen. Meistens bei den Ferienwohnungen ist es ja so, dass es irgendwie einen Besitzer gibt, der die dann halt irgendwo weitervermietet und selbst zwei, dreimal im Jahr Urlaub macht. Das muss also wirklich eine sehr kleine Person im Rollstuhl gewesen sein, weil das, was dort barrierefrei gemacht worden ist mit einem guten Gewissen, die Küche abgesägt, sodass man einen Herd und ein Zwaschmärchen hat, war so weit abgesenkt, dass es für mich eigentlich nicht nutzbar gewesen ist. Das war schon irgendwie skurril. Da bucht man barrierefreies Zimmer und die barrierefreien Einrichtungen sind eigentlich für den Rollstuhlfahrenden nicht nutzbar. Keine Ahnung. Es gibt wahrscheinlich andere Menschen, die genau diese Bedürfnisse haben, für die es dann perfekt gepasst hat. Aber für uns hat das Zimmer leider so gar nicht so richtig gepasst. Aber wir haben ganz gut geschlafen. Ja und dann waren wir ja in einem Hotel in Anklam, was ja wirklich passend war. Gut, die Betten dort waren getrennt voneinander, die konntest du auch nicht zusammenschieben. Ja, und gefühlt auf Grasnarbenhöhe. Ja, das war niedrig, das stimmt. Die waren richtig, also man hat ja oft in Hotels, dass man dann halt so diese dicken Topper da und diese Auflagen hat und dann dadurch relativ hohe Betten hat. Hier waren es relativ normale Betten mit ganz normalen Matratzen, was alles okay war. Aber dadurch für mich als Rollstuhlfahrer rein, war gar kein Thema. Wir hatten auch ein mega toll, neu saniertes, barrierefreies Badezimmer. Perfekt, wirklich alles absolut perfekt. Aber morgens aus diesem Bett raus, also Christian und du, ihr habt ganz schön gekämpft, mich da wieder aus diesem Bett rauszukriegen, weil das halt so tief und flach war. Ja, das stimmt. Aber ich hatte jetzt eher so im Kopf eben noch dieses, du konntest da quasi alleine reinfahren in das Hotel, da war kaum eine Barriere und ihr hattet auch ein leckeres Restaurant. Das Gesamtpaket hat da grundsätzlich schon super gepasst. Da kann man glaube ich wirklich nichts sagen. Und das Highlight war ja dann eigentlich auf Usedom. Also in die Ferienwohnung wäre ich sofort eingezogen. Gut, die war jetzt auch am neuesten. Wir waren in einer Ferienwohnung, in einer Anlage, die gibt es erst seit zwei Jahren. Das war richtig angepasst und ja, wie du sagst. Das Badezimmer war ein Tanzsaal, der Tisch im Wohnzimmer war unterfahrbar, es war alles ebenerdig, es war alles barrierefrei und, hallo, wir hatten einen Blick auf den Hafen und abends so mit Sonnenuntergang und Romantik und so. Das war wirklich eine tolle Unterkunft war auch die teuerste, die wir hatten leider aber das war, toll, da war noch ein Fischrestaurant mit dran, da konnte man abends richtig gut essen, das Apartment war toll, da würde ich auf jeden Fall wieder hinfahren da wir leider, das können wir vielleicht auch noch erwähnen, Wir sind ja von den Salzhütten auf Usedom eingeladen worden, aber wir sind auch noch, als wir auf Usedom angekommen worden waren, vom Hotel zur Alten Post eingeladen worden. In Bansin. Leider nicht zum Schlafen. Leider nicht zum Schlafen. Das wäre wirklich toll gewesen. Die haben uns zwar einen wirklich tollen Gutschein mitgegeben. Und zwar für eine Familie mit einem krebskranken Kind. Die dürfen sich dort in einer Suite zu viert für ein Wochenende im Wert zwischen 500 und 700 Euro dürfen die dort ein Wochenende verbringen. Den Gutschein müssen wir leider noch bei Colibri abgeben. Aber wir sind dort als Belohnung für unsere Tour zum Abendessen eingeladen worden. Das war auch wirklich toll. Da hatte uns ja der Hoteldirektor empfangen. Super nett. Und oh mein Gott, wir sind so pünktlich. Arne, das müssen wir noch erwähnen. Es war ja eigentlich Urlaub und so, aber wir sind so pünktlich. Das war krass. Was hat er gesagt? Diese Schiebetür vor dem Hotel ging auf. Er guckte uns an. Wir haben uns ein Disc gemacht mit dem Fahrrad und 417 Kilometer. Und sie sind hier auf die Minute pünktlich. Wir waren ja auch selbst in Heringsdorf. Also an unserem eigentlichen Ziel der Seebrücke. Das haben wir ja auch genau auf den Punkt geschafft. Hatte ich erst nicht erwartet, muss ich zugeben. Aber ja, wir haben irgendwie gesagt 15.30 Uhr sind wir da und dann waren wir 15.20 Uhr oder so waren wir am Ort. Wir sind einfach so deutsch, dass wir einfach selbst im Urlaub, selbst nach über 200 Kilometern, sind wir noch pünktlich, kurz vor der Zeit. Das ist unglaublich. Ja, aber dort auch nochmal ein toller Empfang. Da war dann die Familie da, also Tante, Onkel, die wir besuchen wollten, Freunde, die Etappen-Struppis und die Bürgermeisterin von Heringsdorf. Ja, die war auch da. Die hatte auch noch wieder einen Journalisten dabei. Da waren wir wieder bei der Presse. Ja, stimmt. Also da schließt sich wieder der Kreis. Und was ich noch toll fand, es war ein Lehrer da, also ein Schullehrer, der von Kolibri mit seiner Frau und der hat uns noch erzählt, wie Kolibri ganz explizit. Ihnen auf Usedom geholfen hat, bei zwei Kindern, die krebskrank waren und die haben dann von Kolibri so einen Avatar-Roboter bekommen, dass sie das Schuljahr live in der Klasse miterleben konnten. Ich glaube sogar zwei. Und das hat mich auch nochmal beeindruckt, man hat richtig die Emotionen in seinem Gesicht gesehen, als er davon erzählt hat und dass diese beiden Kinder dann einen guten Schulabschluss gemacht haben und dass er vorher so lange rumtelefoniert hat, überall gefragt hat, wie er an solche Lernunterstützungen kommt, nirgendwo Unterstützung bekommen konnte und Kolibri hat gesagt, ja klar, gucken wir, machen wir, haben das ermöglicht. Ich fand nicht mega und hat uns sehr beeindruckt, dieser gesamte Empfang, als wir da ankamen. Wir haben ja mit nichts gerechnet. Wir dachten, wir kommen da an, geben uns einen kleinen Bussi und machen einmal Shake Hands und sagen, ja, cool, geschafft. Und dann kamen wir da an mit Jubel, Trubel und Bürgermeisterin und Familie und allen drum und dran. Also es war schon wirklich toll. Wir haben irgendwie nur vergessen, da ganz viele Bilder und sowas zu machen. Wir haben ganz wenig Bilder von dem Moment. Ja, ich war da auch noch ganz schön im Tunnel, muss ich sagen. Also ich hatte ja anfangs schon gesagt, wenn du dich da aufs Fahrrad setzt, dann bist du irgendwie so konzentriert auf diese Tour und bist mit dem Kopf so raus. Kurz vor Arlbeck hatten wir ja dann noch diesen Anstieg, wo wir ein bisschen gekämpft haben. Als wir in Heringsdorf an der Seebrücke ankamen, kam ja dann auch schon Christian, glaube ich, und meinte, hey Leute, ihr seid bei 13.000 Euro. Also das war dann das Spendenergebnis zu dem Zeitpunkt, als wir Heringsdorf erreicht haben. Und ehrlich, ich habe das irgendwie, das war wie so ein Film. Konnte auch gar nicht adäquat reagieren. Ja, okay, hallo. Ja, da war ich vielleicht auch ein bisschen überfordert, muss ich sagen. Ja, aber so rückblickend, also es war ja wirklich, wirklich toll. Also im Prinzip würde ich sagen, diese ganze Fahrt war und die Entscheidung, das mit der Spendentour zu verknüpfen und danach noch die zwei Tage dann mit meiner Familie dort vor Ort zu verbringen, war ja irgendwie insgesamt eigentlich ein Highlight. Aber hast du noch irgendwie so ein Highlight, wo du sagst, das würde ich noch rauspicken? Oh Gott, es war so viel. Also ich habe jetzt gar nicht so das eine, wo ich so denke, oh ja, das. Also insgesamt total gute Mischung. Wie ist es für dich? Was würdest du da als Highlight nennen? Wir hatten ja gerade eben schon Ueckermünde, vielleicht jetzt nicht als Highlight, aber als positive Überraschung für mich, weil ich es vorher so in der Form nicht kannte. War für mich irgendwie so ein Punkt. Und auf der Tour von Ueckermünde nach Anklam haben wir eine Pause gemacht am Strand von Mönckebude. Das hat mir auch wirklich gut gefallen. Und wenn ich jetzt vielleicht noch ein drittes, ich hatte es eben schon gesagt, war halt irgendwie so diese Begegnung bei unserer ersten Pause, dass wir diese Menschen immer wieder getroffen haben. Das wäre, wenn ich das zusammenfassen würde, glaube ich so meine persönlichen drei Highlights. Es war auf jeden Fall viel cooler, als mit dem Auto da überall durchzufahren. Und da fliegt es an einem so vorbei, da merkt man das gar nicht. Ja, das stimmt. Fahrrad ist schon direkt da. Naja, und am Ende muss man ja auch sagen, es gibt kaum Negatives zu berichten. Also gut, dieses mit dem Schlafen und den Betten und den barrierefreien Unterkünften, würde ich sagen, aber gehört vielleicht auch zum Abenteuer dazu. Ansonsten wäre es ja langweilig. Aber so eine richtige Panne hatten wir nicht. Also nur der leere Akku. Das war so. Ja. Ja. Das hält mir Vanessa bis heute vor, dass sie immer sagt, wollen wir dich nochmal aufladen? Und ich weiß, nee, der reicht, der reicht. Und kurz vor Ende, Anstieg, naja. Wir sind ja angekommen. Ja. Aber das ist ja keine richtige Panne. Also wir hatten keinen Platten oder sowas. Nein, gar nicht. Oder keinen Unfall. Das war ja alles super. Wir hatten ja eigentlich so viel geplant. Wir hatten ja extra unsere Begleitpersonen, unsere Etappen-Struppis dabei, die parallel mit dem Auto gefahren sind, also meistens schon vorgefahren sind. Da müssen wir auch nochmal ein riesen Dankeschön sagen, dass die beiden das gemacht haben. Wir hätten also im Notfall Ersatzreifen, Flickzeug und sowas alles dabei gehabt, aber umso cooler, dass man es nicht gebraucht hat. und wir dann immer abends, wenn wir irgendwie angekommen sind, von einem bekannten Gesicht in Empfang genommen worden sind. Das war schon wirklich toll. Also vielen Dank an die beiden. Aber es gibt ja noch viel mehr Personen, denen wir Danke sagen müssen. Ja, ich denke zum Beispiel gleich an Petra und an unsere Nachbarn, die sich um unseren Gin gekümmert haben, um unsere Katze, unseren Kater. Das ist natürlich toll, weißt du, wenn du einfach, einfach ja losfahren kannst und du bist dir sicher, es ist für ihn gesorgt und wir müssen uns da nicht irgendwie Gedanken machen. Ganz großen Dank nochmal. Ja, auch die Menschen, die uns unterstützt haben, das öffentlich bekannt zu machen. Also wenn wir beide, ja, es hätte sicherlich ein paar Menschen erreicht, aber dadurch, dass so viele Menschen mitgemacht haben, die Bürgermeister, die Journalisten vor Ort, die Touristenverbände vor Ort in den einzelnen Orten, wo wir waren, Christian als unsere Etappenstruppi, der auch mal ganz viel gepostet hat und Leuten davon erzählt hat. Also durch diese ganzen Menschen, jeder hat so seinen Puzzleteil dazu beigetragen, ist das Ganze ja dann überhaupt erst so groß geworden. Und ich glaube, so viel kann man gar nicht Danke sagen, weil damit haben wir nie gerechnet. Also 2000 Euro wollten wir sammeln, 15.000 haben wir jetzt mittlerweile gesammelt. Also das hätten wir alleine so nie hingekriegt. Das war schon absoluter Wahnsinn. Und wenn wir gerade so sind bei diesen ganzen Touristeninformationen, die ja dann auch geteilt haben, wenn wir in den jeweiligen Orten waren, würde ich sagen, das ist auch heute unser Quick-Tipp. Also wenn ihr irgendwo an solche Orte reist, von den Orten, wo wir waren, werden wir euch das verlinken. Ist unser Tipp, habt ihr besondere Herausforderungen, wendet euch an die Touristeninformationen in der Gegend, in dem Ort, wo ihr hinfahrt. Und im Regelfall wird euch dann auch geholfen oder Tipps gegeben, wie ihr dort vor Ort mit euren besonderen Bedürfnissen dann zurechtkommt. Das wäre also der Quick-Tipp, den wir heute mitgeben würden. Bleibt noch eine letzte Frage. Machen wir das Ganze nochmal? Also von mir aus sehr gerne. Wer von unserem... Oh, meine Frau wird jetzt zur Sportskanone. Genau. Ja, auch wer da von unseren Hörerinnen und Hörern Ideen und Vorschläge hat, wir sind für vieles offen. Sagt Bescheid. Wer hat schon mal so eine Meertagestour gemacht und hat gesagt, ey, das ist die Megastrecke, bitte nicht zu hüglich, die Empfehlung, also wir wollen jetzt nicht über die Alpen oder sowas fahren, aber wo schöne Strecken mit leichten Hügeln drin sind, wir sind für jeden Tipp dankbar. Schreibt es uns bei Social Media, bei TikTok, bei Instagram, bei Facebook oder wenn ihr den dementsprechenden Player habt, in die Kommentare von den Player, wir sind wirklich gespannt, was da alles jetzt so für Vorschläge kommen. In unserer nächsten Folge geht es dann mal nicht ums Fahrrad. Das hatten wir jetzt wirklich in mehreren Folgen. Dann geht es mal ums Auto. Da hatten wir jetzt schon so oft drüber gesprochen, wie das Auto aufgebaut ist, was da für Einbauten drin sind etc. Darüber sprechen wir das nächste Mal. Ja, wir werden wirklich oft angesprochen. Wie funktioniert das? Fährt immer Vanessa? Nein, ich fahre selbst. Und da ist für viele immer unklar, wie das Ganze funktioniert. Und dann nehmen wir euch das nächste Mal so ein bisschen mit. Vorher muss unser Auto aber auch erst mal zum TÜV und in die Werkstatt. Wir hoffen, dass es durchkommt. Ich hoffe sehr, das muss noch ein paar Jahre halten. Unbedingt. Mit Daumen drücken und in diesem Sinne sagen wir auf Wiederhören. Das war's für heute von Unbehindert. Wir sagen danke, dass ihr uns euer Ohr und Zeit geschenkt habt. Eure Meinung und Gedanken sind uns wichtig. Lasst uns also in den Kommentaren wissen, was euch für Themen bewegen. Und wenn euch gefallen hat, was ihr gehört habt, hinterlasst uns gerne eine Bewertung oder folgt uns auf unseren Social-Media-Kanälen. Ihr findet uns auf TikTok, Instagram, Facebook und natürlich auf unserer Webseite www.unbehindert-podcast.de Alle Links und weitere Infos gibt es natürlich in den Shownotes. Damit ihr keine Folge verpasst, vergesst nicht, unseren Podcast zu abonnieren. Bleibt neugierig, teilt eure Leidenschaften mit der Welt und macht sie zu einem Ort mit weniger Barrieren. Bis zum nächsten Mal. Music.

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